Für ein Auffrischen genügt oft ein behutsamer Schliff mit Körnung 180 bis 240, stets mit der Maserung. Kanten nur leicht brechen, um Profiltreue zu bewahren. Zwischenkontrolle mit schrägem Streiflicht zeigt Riefen oder Glanzunterschiede. Je feiner das geplante Finish, desto feiner die letzte Kornstufe. Druck vermeiden, stattdessen gleichmäßige, weite Züge. Schleifvlies passt sich Konturen an und verhindert Kantenbrände. Dieser kontrollierte Prozess erhält Materialstärke, fördert Ebenheit und schafft ideale Haftung für Öle, Wachse oder wasserbasierte Lacke, ohne das Holz zu stressen oder seine lebendige Textur zu verlieren.
Staub ist der unsichtbare Feind perfekter Oberflächen. Nutze Absaugung mit HEPA-Filter, weiche Bürstenaufsätze und zum Schluss staubbindende, silikonfreie Tücher. Alternativ hilft ein leicht angefeuchtetes Baumwolltuch, jedoch nur nebelfeucht, um Aufquellen zu vermeiden. Werkzeuge und Auflagen ebenfalls reinigen, damit kein Altstaub zurückkehrt. Zwischen Schleifgängen konsequent entfernen, besonders aus Fugen und Zierleisten. Wer diesen Schritt nicht abkürzt, erspart sich später Krater, Einschlüsse und matte Tupfen. Saubere, ruhige Flächen lassen natürliche Veredelungen tiefer einziehen, Schichtlacke glatter verlaufen und Endergebnisse gleichmäßig, robust und wunderschön erscheinen.